Was ist Wildnispädagogik

Schon seit Tausenden von Jahren lebt und lernt die Menschheit in der Natur. Ursprünglich fühlten die Menschen sich verbunden mit den Pflanzen, den Tieren, dem Land und lebten nach dem Grundprinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens. Unser Leben und Handeln wieder bewusst nach diesem uralten Lebensprinzip auszurichten bringt uns in eine tiefe natürliche Verbundenheit mit der Welt und anderen Lebewesen.

Bei sämtlichen Naturvölkern gibt es eine Art und Weise des Unterrichtens, die man bei der amerikanischen Urbevölkerung „Coyote Teaching“ nennt.

Es ist eine Weise des Lehrens, die statt direkter und vermeintlich abschließender Antworten die Lernenden dabei unterstützt, Antworten selbst zu finden und damit Neugier und Interesse lebendig hält.

Wildnispädagogik ist die Brücke zwischen dem ursprünglichen Coyote Teaching und den Erfordernissen unserer Zeit. Sie interessiert sich sowohl für die praktischen Fertigkeiten als auch die geistigen Fähigkeiten ursprünglich lebender Völker. So ist sie ein Weg, sich auf die Grundlagen des Lebens zu besinnen und selbst neue Wege zu gehen.

Vermittlung praktische Fertigkeiten wie z.B.:

 

·         Feuer entfachen ohne Streichhölzer

·         Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens herstellen wie z.B. Schalen durch Glutbrennen, Schnüre binden aus Naturmaterial usw.

·         (Not-)Unterkunft bauen

·         Bogenschießen, Herstellung einfacher Bögen und Pfeile

·         Schnitzen von z.B. Löffeln, Gabeln, usw.

 

Vermittlung von Naturwissen wie z.B.:

 

·         Tieren und ihrem Verhalten

·         den Grundlagen des Fährtenlesens

·         der Vogelsprache bzw. Sprache der Natur

·         Wildpflanzenwissen

·         Kochen am Lagerfeuer

·         Gefahren in der Natur

 

In der heutigen Zeit erlebt sich der Mensch oft als von der Natur getrennt.

Dabei sind wir ein Teil der Natur. Und es ist auch nur natürlich, unsere „Verwandten“, die Tiere, und unseren Lebensraum zu kennen.